Aktuelles
Gestalttherapie und Traumatherapie

Trauma und Pädagogik

Die Schule ist als Lebensort Schauplatz, an dem disparate, ambivalente, belastete und belastende sowie brüchige Lebensbiografien aufeinandertreffen. Das Nichterkennen und Nichtverstehen störungswertiger Verhaltensstrategien von Schüler*innen behindert nicht nur die pädagogische Handlungswirksamkeit von Lehrer*innen, sondern auch das Gestalten von Lehr- und Lernprozessen sowie den Bildungserfolg einzelner Schüler*innen. Traumapädagogisches Grundwissen stellt für die Schule als Bildungseinrichtung ein wichtiges Handlungsfeld dar. Nicht eine Therapeutisierung des Pädagogischen steht im Interessensfeld, sondern das Aufzeigen von Individualisierungen prekärer Verhältnisse, von Pathologisierungen von Traumata und vor allem die Hinwendung zu einer „Re-pädagogisierung“ dieses Phänomens in der Schule ist das Ziel. Darunter verstehen wir eine pädagogisch-anerkennende Unterstützung der Jugendlichen in ihrem alltäglich Sein und Tun. Dies stellt die grundlegende Bedingung dar zur Ermöglichung von Überwindungserfahrungen traumatischer Ereignisse im Schulalltag.

Hierbei sollen Lehrer*innen keine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten werden, sondern ihre Kernkompetenz professionalisieren im Sinne einer pädagogischen Beziehungsgestaltung, einer beraterischen Aufklärung und einer systemischen Vernetzungsarbeit.

Wir führen Fortbildungen für Schulen und Lehrer*innen durch. Die Inhalte der Fortbildungen werden adressatenorientiert konzipiert. Die Fortbildungen werden in der Regel von zwei Seminarleiter*innen durchgeführt.

Beispiele für Fortbildungen:

  • Trauma und pädagogisches Handeln 
  • Dissoziative Zustände erkennen - Lernen ermöglichen
  • Kinder - Krieg - Schule
  • Zur Topographie des Traumadiskurses in sozialen Handlungsfeldern
  • Vom Trauma zum EigenSinn